Im Podcast letzte Woche haben wir schon einige Mails von euch gebracht, heute folgt der zweite Teil.

Andreas schreibt zu „Brandmal“:

JOHN SINCLAIR Sonderedition 7, „Brandmal“Wenn man das Hörspiel an sich betrachtet, ist es gewohnt toll produziert. Sprecher, Sound und Musik sind fantastisch, und auch die Story ist klasse. Und genau das ist in diesem Fall mein „Problem“. Ich habe nämlich zuvor das Buch gelesen, dessen Atmosphäre mich total gepackt hat. Ich denke, 10 oder 15 Minuten mehr Laufzeit hätten dem Hörspiel gut getan. Ein weiteres kleines Manko ist die Tatsache, dass sich die Sonderedition 7 nicht in die momentane Handlungsebene der Hörspielserie einordnen lässt. Im Hörspiel macht, wie im Roman, Jane Collins mit, die an Johns Seite kämpft. In der Hörspielserie steht sie ja gerade nicht auf seiner Seite. Vielleicht hättet Ihr da besser Glenda als Partnerin für John nehmen sollen. Was Mark Benecke als Sprecher angeht, so ist wohl jedem klar, dass er kein Sprecher ist und somit auch keine Glanzleistung vollbracht hat. Aber das sehe ich nicht so eng. Da steht bei mir eindeutig der Spaß im Vordergrund. – Ach ja, noch ein Wort zu Chiefinspektor Tanner: Walter Gontermann ist für diese Rolle eine tolle Besetzung. Ich bin gespannt, wie er, Tanner, bald in die Hörspielserie eingeführt wird.

Die Entscheidung, „Brandmal“ drei statt wie bei Sondereditionen üblich nur zwei CDs gegeben, ist sehr kurzfristig gefallen – genau aus dem Grund, dass es schwierig gewesen wäre, die Handlung der Buchvorlage noch stärker zu straffen. Bei noch mehr Laufzeit wäre uns der Verlag wohl endgültig aufs Dach gestiegen. :-)

Nun zur „Kreuzweg-Legende“: Ich bin generell kein Freund von Einzelfolgen; nicht, weil sie schlecht sind, sondern weil ich finde, dass man sich in den Hörspielen ausschließlich auf die roten Fäden der Serie beziehen sollte. Zwar war auch die Folge 117 ein Einzelabenteuer, aber dort wurde Wladimir Golenkow eingeführt. Nichtsdestotrotz ist Folge 118 wieder eine sehr interessante Folge, in der einige Dinge im Dunkeln bleiben. Es wird beispielsweise nichts Genaues über den Hintergrund des Grafen bekannt, und man fragt sich, was denn nun der genaue Antrieb seiner Rückkehr war und weshalb er sich nicht darüber im klaren ist, wo seine Wanda ist. Da ich den Roman vor vielen Jahren gelesen habe, weiß ich nicht mehr, wie das dort war. Auch der Hintergrund der Madonnenstatue wird nicht näher beleuchtet. Man erfährt nur, dass sie schon lange im Ort ist und die Bewohner vor Gefahren warnt. Da John sie mit seinem Kreuz vernichtet hat, ist sie aber wohl schwarzmagischen Ursprungs, worauf Ihr aber nicht näher eingeht. Toll fand ich, in diesem Zusammenhang, den Übergang zwischen Folge 117 und 118, wo John und Suko auf dem Rückweg aus Russland sind und ganz offiziell in die Ereignisse um die Kreuzweg-Legende verwickelt werden.

Danke für das Lob! Folge 118 zähJOHN SINCLAIR Sonderedition 8, „Oculus – Im Auge des Sturms“lt auch zu unseren Favoriten, gerade weil sie zur Abwechslung mal wieder ein bisschen stiller, unheimlicher geraten ist. – Und noch eine Meldung zu den Sondereditionen 7 und 8, diesmal von Dennis:

Das Buch „Brandmal“ soll ja 2016 spielen, das ist mir klar. Aber wo ist das Hörspiel chronologisch angesiedelt? Auf jeden Fall bevor Will Mallmann zum Vampir wird ... aber auch bevor Jane vom Ripper übernommen wird oder nachdem der Ripper bereits entfernt wurde? Denn John und Jane scheinen sich ja sonst soweit gut zu verstehen.

Wir haben vor Beginn der Produktion gemeinsam mit Florian Hilleberg überlebt, wie wir das Buch besser in die Zeit der aktuellen Hörspiele einordnen können. Da kam Florian auf die Idee, den deutschen Kommissar Harry Stahl durch Will Mallmann zu ersetzen. Ob Jane Collins jetzt noch nicht böse oder schon wieder gut ist, das haben wir bewusst offen gelassen. Einen kleinen Hinweis gibt es im Hörspiel allerdings, als Jane gegenüber Tina/Erzebeth sagt, sie würde niemals zulassen, dass ihr Körper von einem fremden Geist in Besitz genommen wird. Tja, hinterher ist man immer schlauer. ;-)

Die „Kreuzweg-Legende“ hat mir auch gefallen. Bei der Schwarzen Madonna hat es mich sehr gegruselt, da hat der Sebastian, oder wer auch immer die unmenschlichen Geräusche der Madonna gegeben hat, gute Arbeit geleistet.

Die Schreie wurden der Madonna von Silke Haupt „gegeben“, die normalerweise Shao spricht. Und Sebastian hat natürlich noch mal ein paar Effekte draufgepackt. Damit’s richtig schaurig klingt!

Jetzt noch ein paar Eindrücke zu Oculus! Als ich die CDs zum ersten Mal gehört habe, musste ich ein paar Mal im Büchlein nachschauen, ob es auch wirklich von ear2brain productions gemacht wurde. Der Klangteppich ist bei „Oculus“ um eine Stufe höher in Qualität und "Epicness" gerutscht, als bei allen Sinclair Folgen zuvor! Wo „Brandmal“ sich eigentlich "nur" wie ein langes SINCLAIR-Hörspiel der normalen Serie angehört hat, das heißt, gleiche Musikuntermalung, Geräusche usw., scheint es bei „Oculus“ viel Neues zu geben. Die Musik ist total anders, die Geräusche, ob das jetzt die Tentakelmonster sind, oder auch sonst, die Atmosphäre in der Vergangenheit und in der Zukunft, die vielen Action Sequenzen sind episch und klingen richtig toll, und auch unheimlich.

Danke! Bei „Oculus“ haben wir aufgrund der ungewöhnlichen Thematik in der Tat einmal komplett andere Musik eingesetzt. Wir finden auch, dass es das Hörspiel buchstäblich noch einmal zu etwas Besonderem macht! Umso gespannter sind wir natürlich, wie ihr alle das Hörspiel nach Erscheinen des zweiten Teils am 30. Oktober abschließend beurteilt!

Am selben Tag verschlägt es John übrigens in der Classics-Serie auf die „Drachenburg“ – in ein Abenteuer, dass wie „Oculus“ hier und da die Grenzen der normalen Serie sprengt ... Viel Spaß dabei! Wir verabschieden uns für heute mit dem Hinweis auf den Termin der 2. JOHN SINCLAIR-Convention, der kürzlich bekannt gegeben wurde. Freut euch auf den 15. September 2018. Hier gibt es weitere Informationen sowie die Möglichkeit, Karten vorzubestellen.

Bis in 14 Tagen

Sebastian und Dennis