Heute kommt der letzte Teil unseres Rückblicks auf 2016. Darin sollt ihr das Wort haben – und zwar als Antwort auf das Resümee, das wir in den ersten beiden Teilen gezogen haben. Stellvertretend für alle haben wir eine Mail von Andreas Nauber herausgesucht, der sich sehr ausführlich mit den Folgen aus dem Jahr 2016 beschäftigt hat:

Classics 25, „Dr. Tods Höllenfahrt”, ist eine tolle Folge, in der das Kapitel Dr. Tod bis zu seiner Rückkehr in der Edition 2000 abgeschlossen wird. Das Rätsel um Johns entwendetes Kreuz bleibt bestehen. Hoffe nur, dass das Thema nicht vergessen wird. Die Comedy „Mein erster Fall” hat mir ehrlich gesagt überhaupt nicht gefallen, da ich generell kein Comedy-Fan bin und mir da eine ernsthafte Umsetzung der Story gewünscht hätte.

Classics 26, „Der Fluch aus dem Dschungel”, war insofern eine besondere Folge, weil in ihr die Verbindung zu den Folgen 108-111 (Van Doolen) und zu den Folgen 113-116 (Totenmaske) gezogen wurde. Zudem fand ich gut, dass John erst später in die Handlung eingriff und den Fall nahezu im „Vorbeigehen” gelöst hat.

Classics 27, „Wenn der Werwolf heult”, ist eine klassische Folge, in der man die Anspielungen auf den Film „American Werewolf” natürlich nicht überhören konnte. Zudem spielt sie in einer Anstalt, was ich immer als sehr kribbelnd empfinde. Toll fand ich da auch die Party zu Johns Beförderung.

Sonderedition 06, „Melinas Mordgespenster”, ist auch für mich etwas ganz Besonderes, da sie sich mal nicht um Dämonen dreht und die Handlung auch teilweise in einer Anstalt spielt. Hätte ich nicht schon einen anderen Favoriten 2016 für mich entdeckt, wäre es die SE 06 geworden.

Folge 2000, „Das Höllenkreuz”, betrachte ich mit gemischten Gefühlen. Diese Folge beginnt zunächst etwas verwirrend, sodass ich sogar kurzzeitig die CD im Player gewechselt habe, da ich nicht sicher war, ob CD 1 auch wirklich CD 1 war und nicht CD 2. Dazu muss ich anmerken, dass ich blind bin und somit die CD-Nummern natürlich nicht lesen kann. Nach anfänglicher Verwirrung klärt sich die Handlung, und es wird recht spannend. Für sich betrachtet ist Folge 2000 somit eine recht gute Folge. Ihre Anpassung an die Hörspielserie macht aber nur Sinn, wenn in Zukunft innerhalb der Rahmenhandlung weiterhin darauf aufgebaut wird.

Die Folgen 105-107 bilden einen tollen Dreiteiler, der das Kapitel Xorron abschließt und das Kapitel Shimada aufschlägt. Zudem wird dort die Verbindung zwischen Shao und Amaterasu thematisiert. Das Gesamtwerk 105-107 ist somit sehr gelungen und gefällt mir sehr gut, da der Dreiteiler Teil der Rahmenhandlung der Serie ist.

Nun mache ich einen größeren Sprung zu Folge 112, „Tal der vergessenen Toten”, die in der Tat sehr ungewöhnlich für JS ist. Aber dennoch, oder vielleicht auch gerade deshalb, ist auch 112 eine ganz besondere Folge. Wäre da nicht der Nebenpart der Rahmenhandlung (John und Jane) gewesen, hättet Ihr „Tal der vergessenen Toten” durchaus auch als SE 07 bringen können. Tim Grobe ist super und auch für mich der Sprecher des Hörspiels.

Das Gesamtwerk, die Folgen 108-111, ist mein ganz persönlicher Favorit des Sinclair-Jahres 2016. Im Allgemeinen mag ich die Rahmenhandlung der Serie lieber als Einzelabenteuer, da diese die Ereignisse nicht wirklich voranbringen, höchstens in Nebenszenen wie in Folge 112. Das Werk 108-111 zeichnet sich durch eine sehr gelungene Verknüpfung verschiedener Romane aus. Besonders erwähnen möchte ich die Verbindung zu „Das Teufelskind”. Dadurch mussten John und sein Team an verschiedenen Fronten kämpfen und gerieten noch mehr in Bedrängnis. Das Leiden der Conollys und das Drama um Jane, die Hexenwelt und Mandra Korabs Dolche finden im Hexenturm eine würdige und durchweg gelungene Auflösung. Vielen Dank für diese Story.

So weit nun meine Einschätzung zum Sinclair-Jahr 2016. Lieben Dank, dass Ihr Euch die Zeit für diese doch sehr ausführliche Mail genommen habt. Ich bin gespannt, ob meine Meinung es auszugsweise auf Euren bzw. unser aller Sinclair-Blog schafft.

Das hat sie, und zwar komplett! Vielen Dank für deine Mühe, Andreas.

Damit verabschieden wir uns heute bis zum nächsten Beitrag am 2. Februar.

Viele Grüße

Dennis Ehrhardt & Sebastian Breidbach